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Japan findet Lösung für Einspeisung von Solarstrom ins Netz - Rückkehr zu Atomkraft stösst auf Widerstand

28.01.15

Noch in diesem Frühjahr, so will es Japans Premierminister Abe, sollen die ersten beiden von 48 abgeschalteten AKWs in Japan wieder ans Netz gehen. 15-22% der Energie soll in Zukunft durch Nuklearenergie geliefert werden. Doch die Renaissance der Atomkraft wird von einer starken Opposition und dem ungelösten Problem der Endlagersuche für Atommüll behindert, wie die Japan Times berichtet. Derzeit sieht es in Japan eher so aus, als ob erneuerbare Energien wieder eine Chance bekämen. Nachdem sich noch im Sommer 2014 wegen mangelnder Netzkapazitäten 5 von 10 japanischen Energieversorgern geweigert hatten, noch mehr Erneuerbare ins Netz einzuspeisen, weil sie einen Stromüberschuss fürchteten, haben sie sich jetzt laut RECHARGE wieder an den Verhandlungstisch gesetzt. 2014 wurden laut dem japanischen Forschungsinstituts RTS PV Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt acht Gigawatt ans Netz angeschlossen. Damit diese das Stromnetz nicht destabiliseren, muss sich natürlich einiges ändern. Das japanische Umweltministerium METI hat das Einspeisegesetz für erneuerbare Energien mit Wirkung zum 1. Februar 2015 abgeändert: Energiekonzerne dürfen überschüssigen Solarstrom jetzt eigenmächtig abregeln. Solar- und Wind-Projekte mit einer Kapazität von weniger als 500 kW können davon ausgehen, dass unverzüglich ein Netzanschluss genehmigt wird. Sehr symbolträchtig ist in diesem Zusammenhang die Errichtung einer 6 MW-Solaranlage in Fuksushima durch den Konzern Mitsubishi.

Zur Originalquelle (Mitsubishi, Januar 2015)

Zur Originalquelle (IHK Japan, Dezember 2014)