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ABB erzielt Durchbruch bei ökoeffizientem Isolationsgas für GIL - 50 Prozent weniger CO2

23.01.15

Gasisolierte Schaltanlagen (GIS) und gasisolierte Rohrleitungen (GIL) sind für Erdkabel und die Netzanbindung von Offshore-Windanlagen von großer Bedeutung. Sie übertragen und verteilen weit höhere Leistungen als gewöhnliche Betriebsmittel und sind sehr zuverlässig. Das in GIS und GIL bisher gebräuchliche isolierende Gas SF6 (Schwefelhexafluorid) ist jedoch in die Kritik geraten. Gerät es in die Atmosphäre, dauert der Abbau des SF6-Gases durch energiereiche UV-Strahlung der Sonne ca. 3.200 Jahre. Die deutschen Hersteller und Betreiber von elektrischen Betriebsmitteln mit SF6 größer als 1kV haben sich daher bereits 2012 selbst verpflichtet, derartige Emissionen zu minimieren.

Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat nun eine neue Gasmixtur zur Isolation von GIS und GIL entwickelt, die 50 % umweltfreundlicher sein soll. Angeblich hat es ähnliche Dämmeigenschaften wie SF6-Gas, kann aber die Umwelteinwirkungen durch sein extrem niedriges Erderwärmungspotenzial erheblich senken. Die Innovation helfe den Kunden umweltfreundlicher zu werden und könne den Weg für weitere ökoeffiziente Schaltanlagen in den nächsten Jahren ebnen, so Bernhard Jucker, Leiter der ABB Power Products Division.


Entlastung für die Umwelt: Das neue Isolationsgas für GIL und GIS (Grafik: ABB)

Zur Originalquelle (ABB, August 2014)