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2014 Rekordjahr für Windenergie an Land - VDMA und BWE: Strompreis erhöht sich dadurch nicht

30.01.15

Der Netto-Zubau von Windenergie-Leistung im Jahr 2014 beträgt 4.386 Megawatt, wie der aktuelle Statusbericht des Bundesverbands Windenergie (BWE) offenbart. Dies entspricht einem Plus von fast 60 % gegenüber dem Vorjahr und kann vier Atomkraftwerke ersetzen. "Der deutsche Markt liegt demnach bei der neu installierten Leistung auf Augenhöhe mit dem US-Markt und bei einem knappen Viertel des chinesischen Marktes", so Lars Bondo Krogsgaard, Vorsitzender des Lenkungsgremiums Windenergieanlagen im VDMA.

Dass der Zubaukorridor  von 2.400 bis 2.600 MW für Onshore-Wind1.800 MW über Plan lag, bezeichneten CDU/CSU als Fehlsteuerung. Joachim Pfeiffer, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Union, warnte vor Mehrbelastungen der Stromkunden von "mindestens einer Viertelmilliarde Euro". VDMA Power Systems und BWE weisen hingegen darauf hin, dass sich der deutliche Zubau nicht auf die Strompreise auswirke. Die kostengünstige Windenergie an Land trage im Gegenteil dazu bei, dass Strom für Haushalte, Handwerk, Gewerbe und Industrie bezahlbar bleibe.

Laut Fraunhofer ISE hat Windenergie im Jahr 2014 51,4 TWh Strom produziert und lag damit 0,6 TWh bzw. 1,3% über der Produktion im Jahr 2013. Die höchste monatliche Produktion im Jahr 2014 betrug 8,9 TWh im Dezember. Dieser Wert ist genau gleich groß wie der alte Rekord vom Dezember 2011. Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen 84,2 TWh. Sie lagen damit nur ca. 8% unter dem Niveau der Kernenergie von 91,8 TWh.

Zur Originalquelle (Fraunhofer ISE, Januar 2015)